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Atomausstieg: Plötzlich doch?

Soeben lief die Pressekonferenz und es sollen sieben AKW vorrübergehend abgeschaltet werden und der Wandel auf erneuerbare Energien beschleunigt werden. Ha ha. ha.

Und warum plötzlich doch? Noch am Sonntag waren unsere AKW absolut sicher und in Ordnung. Weil da nämlich Arbeitsplätze dran hängen. Und Arbeitsplätze sind Wähler. Janz einfach!

Nachdem nun das japanische Großfeuerwerk in Fukushima immer weiter geht kippt die Stimmung, und bisherige Befürworter der Atomenergie werden zu Gegnern. Immer mehr. Und das sind auch Wähler.

Jetzt ist es eigentlich ganz einfach: Wenn die Anzahl der Atomgegner (Wähler) die Anzahl der Beschäftigten in der Atomenergie (Wähler) übersteigt muss man zum Machterhalt schnell handeln. 

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Allerdings darf man es sich nicht mit den Energieversorgern verscherzen. Deswegen wird vorrübergehend, nämlich begrenzt auf den Zeitraum von 3 Monaten, bis zum 14. Juni 2011, die Verlängerung der Laufzeiten ausgesetzt. Denn dann sind die wirklich wichtigen Wahlen vorbei.

wahljahr2011

Also kurz auf Pause drücken, sich wieder wählen lassen, und dann wird gemäß des Moratoriums weiter an der Laufzeitverlängerung festgehalten. Womöglich bleiben die alten sieben AKW abgeschaltet, und womöglich wird deren Output, der ja dann fehlt, durch eine weitere Verlängerung bei den ganz modernen AKW kompensiert. Wir werden es im Sommer wissen und hahahachen…

Merkel hat schon in der Causa Guttenberg gezeigt, dass sie untragbar ist. Und nun erneut. Das kann sie wirklich gut. Sie macht lediglich Politik zum Machterhalt. Abwahl!

Handelsregister & gewerblicher Betrug, § 263 III StGB

Meine Wenigkeit, Assistent der Geschäftsführung mehrer neu gegründeter Unternehmen, hat täglich auch die Post zu sichten. Glücklicherweise hält es sich insgesamt noch in Grenzen. So 3-5 Briefe pro Tag. Und noch glücklicherweise bzw. eigentlich unglücklicherweise ist die Spam-Quote ca. 90 %.

Neue Unternehmen werden mitunter ins Handelsregister eingetragen. Und diese Eintragungen sind öffentlich. Und dies nutzen findige Unternehmer, um „Offerten“ durchs Land zu schicken, dass man sich bei denen ins Register eintragen könnte. Jede „Offerte“ beziffert sich um die 500,- €, manchmal sogar mehr.

Der Nutzen? Für den Offerierenden offensichtlich. Er pflegt eine schnöde Datenbank, und jeder Eintrag bringt im 500,- €. Aber warum nur sollte man sich dort eintragen?

Nunja, weil diese „Offerten“ eben nicht wie Offerten aussehen, sondern auf den ersten Blick auf eine Rechnung, die im Zusammenhang mit der Eintragung ins Handelsregister steht, aussehen.

Gestern habe ich vier dieser „Offerten“ in Ablage P (apierkorb) entsorgt. Heute nun diese.

Eigentlich erfüllen diese Dinger den Tatbestand des versuchten gewerblichen Betruges nach §§ 263 I, II, 22, 23 I StGB. Eigentlich könnte man diese Dinger sammeln und dann regelmäßig der Staatsanwaltschaft schicken.

Heute allerdings hat diese Gesellschaft nochmal Glück gehabt. Die „Offerte“ liegt in Ablage P. Wenn sich das allerdings in Zukunft häuft (wovon ich ausgehe, denn es sind schließlich mehrere Unternehmen), wird Ablage S (taatsanwaltschaft) eingerichtet und ein monatliches Paket für die Kollegen geschnürt.

Obacht, Ihr Schmierlappis da draussen!