Archive Page 2

Social Media – Cloudrauschen

Social Media ist in aller Munde. Viele Firmen setzen darauf, und haben wenigstens eine Facebook-Seite und Twitter.

Nur ohne “Rauschen” nutzt das auch nicht. Die Nutzer müssen interagieren. Derzeit ist ein großer Trend irgendwas auszuloben unter den Nutzern, die zB gewisse Tweets loslassen, den Gefällt Mir Button drücken, Bloggen, etc, nur um möglichst viele Backlinks zu kriegen auf die eigene Seite.

Was wohl nach diesem “Cloud-Rauschen” kommt? Schließlich gab es schon vor Ewigkeiten, als sich das mit den Backlinks rumgesprochen hatte, Anpassungen bei den Suchmaschinen. Zu viele sinnlose Links wurden dann eher überhaupt nicht gewertet (zB Toplist etc).

Ich hab es neulich übrigens auch getan und habe jetzt einen tollen USB-Stick mit 1 GB. Immerhin. 😉

Advertisements

Thema: Kita-Lärm, ich glaub es hakt!

Ich wohne im Prenzlauer Berg, und um diesen Stadtteil rankt das Gerücht, dass Frauen hier besonders fruchtbar seien und es hier die größte Kinderdichte gäbe. Das kann man in jedem blöden Reiseführer über nachlesen.

Eine Gegenthese besagt, dass es nicht mehr Kinder sind, sondern lediglich die Mütter aktiver sind und mehr mit ihren Kindern unternehmen, und daher der Prenzlberg als rein optisch schon als Pregnant-Hill bezeichnet werden kann.

Wie auch immer. Darum geht es aber nicht, sondern um den Kita-Lärm, dem meine Wohnung ausgesetzt ist. Im letzten Herbst hat sich im Innenhof eine Kita angesiedelt, und bei schönem Wetter (wenn man gern die Fenster weit auf hat) sind die Kids draußen und geben Vollgas.

Mit meinem lustigen Android Handy und der App deciBel habe ich nachgemessen. Obwohl die Kids schon nicht mehr ganz in voller Besetzung spielten (geschätzt 20% der üblichen Truppenstärke) schafften sie doch locker Höchstwerte von 85-95 dB.

70 dB ist normaler Straßenverkehr, 85dB entspricht einem Rasenmäher, 100 dB einem Presslufthammer in 10 Metern Entfernung.

So klein und schon so laut.

Also schon ganz ordentlich, was die kleinen Racker da leisten. Respekt! Ich bin nicht gegen Kinder, und Kinder sollen spielen. Kitas sind eine wertvolle Einrichtung für das 21. Jahrhundert, und bestimmt tut es Kindern gut sehr früh Kontakt zu vielen anderen Kindern zu haben.

Und ein Glück wird das Bundesemmissionsschutzgesetz erweitert um folgenden Passus:

Geräuscheinwirkungen, die von Kindertageseinrichtungen, Kinderspielplätzen und ähnlichen Einrichtungen wie beispielsweise Ballspielplätzen durch Kinder hervorgerufen werden, sind im Regelfall keine schädliche Umwelteinwirkung.

Jedoch:

Laut Hausordnung darf ich Musik nur auf Zimmerlautstärke hören. Das sind in etwa 40 dB.

Die Kita darf also mehr als ich. Na sei es drum.

Kinderlärm dürfe nicht wie Industrielärm behandelt werden. (Norbert Röttgen, CDU)

Nunja, in reinen Wohngebieten gibt es eher selten Industrie. Und genau hier setzt Frau Schröder an:

Kinder gehören in die Mitte unserer Gesellschaft und Kindertagesstätten nicht an die Randgebiete verdrängt, sondern da hin, wo die Familien wohnen. (Kristina Schröder, CDU)

Auch Zustimmung. Natürlich.

Aber ich frage mich, ob Kitas in Innenhöfen, die von 4 hohen Mauern (5-6 Stockwerke) umringt sind, ihren Spielplatz haben sollten. Hier kann der Lärm wunderbar hin und her hallen, so dass auch wirklich jeder Anwohner etwas von der Kita hat. Das ist vielleicht nicht ganz passend.

Einen derartigen Freifahrtschein für Kitas in ein Gesetz zu packen, welches der Wahrung der Ruhe gewidmet ist scheint mir etwas zu kurz angesetzt. Die Genehmigung für “Außenspielplätze” in das Ermessen der jeweils zuständigen Behörde zu setzen halte ich für durchaus sinnvoll, nach Ortsbegehung etc.

Umgekehrt wird nämlich ein Schuh draus. Schaut man beispielsweise in das Gesetz zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung der öffentlichen Grün- und Erholungsanlagen (Grünanlagengesetz – GrünanlG) von Berlin, genauer gesagt in § 6 Absatz 1 Satz 3 Nr. 2, so liest man dort:

Insbesondere ist verboten:
1. Lärm zu verursachen, der andere Anlagenbesucher unzumutbar stört,

Schön. Im Park hat man ein Anrecht darauf, dass andere keinen Lärm verursachen. Wenn ich dort meinen Straßenlärm, Rasenmäher oder Presslufthammer auspacke, so kommt sofort das Bezirksamt und nimmt mir meinen Straßenlärm, meinen Rasenmäher oder Presslufthammer wieder ab. Denn es könnte andere ja unzumutbar stören.

In meinem Innenhof (Tatütata, TATÜÜÜÜTATAAAAAAAAAAAAAAAA, DIE FEUAAAWEEAAA IS DAAAAAAA) gilt dies indes nicht.

Kinder sind unsere Zukunft. Unsere Zukunft ist untragbar laut mancherorts.

Um abschließend unsere Familienministerin, Frau Kristina Schröder, CDU, erneut zu zitieren:

Das sind die Geräusche, die das Leben macht – und niemand von uns war als Kind anders.

Mit Verlaub, Frau Schröder, Sie sind ein (hier bitte Joschka Fischers Zitat hinzudenken).

Das stimmt nicht. Sie und ich, wir sind beide in etwa gleich alt. Und ich zumindest kann mich vage an meine Kindheit erinnern. Und auch daran, dass wir als Kinder, wenn wir laut waren wie die Wahnsinnigen, von den Erwachsenen zu etwas mehr Ruhe aufgerufen worden. In APO-Kindergärten mag das seit jeher anders gewesen sein, das kann ich nicht beurteilen.

Zum Abschluss eine weitere Guttenberg-Textpassage, jedoch mit Quellenangabe:

„Die Kinder sind in den vergangenen Jahren immer lauter geworden“, sagte Gabriele Schmidt, die seit 1992 die Schule leitet. Außerdem seien sie immer von Schallquellen umgeben, ständig laufe der Fernseher, das Radio oder der MP3-Player. Stille erlebe kaum noch jemand. Dabei wissen die Neun- und Zehnjährigen sehr genau, was Lärm ist. „Das sind Geräusche, die nerven“, sagte Julia, die keinen Baulärm verträgt. Viele der Kinder fühlen sich auch gestört, wenn jemand schreit. „Aber trotzdem ist es schwierig, den Kindern eine angemessene Redelautstärke beizubringen“, sagte Schmidt. (Quelle: LVZ-Online, 27.04.2010, 16:19 Uhr).

Fazit: Die Damen und Herren in den Kitas müssen zumindest ab und an mal die sich in Lautstärke gegenseitig steigernden Kids etwas zähmen.

Irgendeine Politikern der Linken sagte, ein japanisches Sprichwort besage, Kinder die schreien werden groß. Und gerade deswegen müsse man Kitas so nehmen wie sie sind.

Ein Scheiß! Der Verfasser dieses Beitrags ist kein Japaner und ein stiller Mensch mit einem Körpermaß jenseits der 1,90m.

Minijob Angebot von Jana Schäfer, IT Amira GmbH

Soeben erhielt ich von hr.jschaefer@gmail.com folgende SPAM-Mail. Wer darauf wohl reinfällt?

Guten Tag ,

Unser Unternehmen ist bekannt nicht nur in den USA, sondern auch in der ganzen Welt. Wir beschäftigen uns hauptsächlich mit dem Outsourcing von IT-Dienstleistungen und bringen Unternehmensbesitzer mit den geeigneten Spezialisten aus der ganzen Welt zusammen.

Ich bin Jana Schäfer und bin HR-Angestellte bei der IT-Amira GmbH.

Im unseren Unternehmen sind 3 Stellen für die Position des Zahlungsabwicklung Agenten frei geworden. Bitte lesen Sie die Kurzbeschreibung der Stelle durch.

Die Position des Zahlungsabwicklung Agenten ist eine Teilzeitstelle. Ihre Arbeitszeit wird zwei bis drei Stunden am Tag betragen. Sie werden vom Zuhause aus online tätig sein.
Es gibt keine Start-up oder sonstige Gebühren. Das Unternehmen deckt alle Kosten ab, die im Zusammenhang mit dem Einstellungs- und Arbeitsprozess anfallen.

Wir brauchen nur einen Monat Probezeit, in der Sie Online-Schulungen und Unterstützung erhalten, um fest zu stellen, ob Sie für uns geeignet sind oder nicht.
Ein persönlicher Betreuer wird dabei Ihr Training begleiten. Am Ende Ihrer Trainingszeit wird ihr   Betreuer die endgültige Entscheidung treffen, ob wir Ihnen eine Festeinstellung anbieten. Deswegen ist Ihre Leitung in dieser Zeit entscheidend für Ihren Erfolg! Die Probezeit ist sehr kurz, deswegen soll man sie sehr ernst nehmen.

Ihr Anfangsgehalt wird €1200 im Monat plus 4% Provision während der Probezeit sein. Nach der Einarbeitungszeit wird Grundgehalt auf €1500 im Monat plus 4% Provision hochgehen. Summe der Erträge, da die aktuelle Kundenzahl sehr hoch ist, sollte am Ende des Monats bei ca.€ 4000 liegen.*
* Es gibt auch eine Möglichkeit Sie auf der €400 Basis zu beschäftigen, die Kommission und sonstige Ausgaben werden per Verrechnungscheck zugeschickt.

Mein Ziel ist es, Ihr Interesse zu wecken. Angesichts der derzeitigen Konjunktur, bietet unser Unternehmen Schulung, Unterstützung und eine Bezahlung, die nur mit einem 40-Stunden Job vergleichbar wäre. Ich hoffe, dass Sie Nachforschungen und Vergleiche anstellen und dann sich für unser Unternehmen entscheiden werden.

Als einen Teil Ihrer Rückantwort, bitte füllen Sie den unten beigegebenen Fragebogen aus:

=== FORM ===
Vorname:_
Nachname:
Wohnhaft:
Telefon
Bevorzugte Anrufzeit_
=== FORM ===

Wir haben Ihre Kontaktdaten im Internet gefunden. Dieses Schreiben bestätigt, dass wir auf der Basis der erhaltenen Informationen Ihnen eine Stelle als ein Zahlungsabwicklung Trainee im unseren Unternehmen anbieten wollen.

Mit freundlichen Grüßen,

Jana Schäfer
IT-Amira GmbH

Der Vollständigkeit halber auch den gesamten Header gleich mit:

Weiterlesen ‚Minijob Angebot von Jana Schäfer, IT Amira GmbH‘

Fair Trial Prinzip – Osama Bin Laden

Osama Bin Laden, Kopf der al-Qaida, ist tot.

Seinen Unterschlupf hat man wohl seit Monaten beobachtet und dann zugeschlagen.

Nun gratulieren diverse hohe Politiker, Politiker aus Rechtsstaaten, so UK und Deutschland, um nur mal zwei für den Anfang zu nennen. Es folgen mit Sicherheit weitere. Diese beiden Staaten sind Mitglieder der EU, und haben die Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten ratifiziert und bekennen sich dazu. In Artikel 6 ist das Fair Trial Prinzip kodifiziert.

Artikel 6 – Recht auf ein faires Verfahren

  1. Jede Person hat ein Recht darauf, dass über Streitigkeiten in Bezug auf ihre zivil­rechtlichen Ansprüche und Verpflichtungen oder über eine gegen sie erhobene straf­rechtliche Anklage von einem unabhängigen und unparteiischen, auf Gesetz beruhen­den Gericht in einem fairen Verfahren, öffentlich und innerhalb angemessener Frist verhandelt wird. Das Urteil muss öffentlich verkündet werden; Presse und Öffentlichkeit können jedoch während des ganzen oder eines Teiles des Verfahrens aus­geschlossen werden, wenn dies im Interesse der Moral, der öffentlichen Ordnung oder der nationa­len Sicher­heit in einer demokratischen Gesellschaft liegt, wenn die Interessen von Ju­gendli­chen oder der Schutz des Privatlebens der Prozessparteien es verlangen oder -soweit das Gericht es für unbedingt erforderlich hält – wenn unter besonderen Um­ständen eine öffentliche Verhandlung die In­teressen der Rechts­pflege beeinträchtigen würde.
  2. Jede Person, die einer Straftat angeklagt ist, gilt bis zum gesetzlichen Beweis ihrer Schuld als unschuldig.
  3. Jede angeklagte Person hat mindestens folgende Rechte:
    1. innerhalb möglichst kurzer Frist in einer ihr verständlichen Sprache in allen Ein­zelheiten über Art und Grund der gegen sie erhobenen Beschuldigung unterrich­tet zu werden;
    2. ausreichende Zeit und Gelegenheit zur Vorbereitung ihrer Verteidigung zu haben;
    3. sich selbst zu verteidigen, sich durch einen Verteidi­ger ihrer Wahl verteidigen zu lassen oder, falls ihr die Mittel zur Bezahlung fehlen, unentgeltlich den Beistand eines Verteidigers zu erhalten, wenn dies im Interesse der Rechtspflege erfor­der­lich ist;
    4. Fragen an Belastungszeugen zu stellen oder stellen zu las­sen und die Ladung und Vernehmung von Entlastungszeugen unter denselben Bedingungen zu erwir­ken, wie sie für Bela­stungszeugen gelten;
    5. unentgeltliche Unterstützung durch einen Dolmetscher zu erhalten, wenn sie die Verhandlungssprache des Gerichts nicht versteht oder spricht.

Viel Text. Die USA hätten es weitaus einfacher gehabt. Der 6. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten besagt:

In allen Strafverfahren hat der Angeklagte Anspruch auf einen unverzüglichen und öffentlichen Prozess vor einem unparteiischen Geschworenengericht desjenigen Staates und Bezirks, in welchem die Straftat begangen wurde, wobei der zuständige Bezirk vorher auf gesetzlichem Wege zu ermitteln ist. Er hat weiterhin Anspruch darauf, über die Art und Gründe der Anklage unterrichtet und den Belastungszeugen gegenübergestellt zu werden, sowie auf Zwangsvorladung von Entlastungszeugen und einen Rechtsbeistand zu seiner Verteidigung.

Und nun ein paar Stimmen zu der Nachricht.

1. Guido Westerwelle (Quelle: stern.de)

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat die Tötung von El-Kaida-Chef Osama bin Laden als "gute Nachricht" begrüßt. Bin Laden sei "einer der brutalsten Terroristen der Welt" gewesen, erklärte Westerwelle am Montag in Berlin. Der Gründer des Terrornetzwerks El Kaida habe "das Leben von Tausenden unschuldigen Menschen auf dem Gewissen", hieß es in Westerwelles Erklärung weiter. "Dass diesem Terroristen sein blutiges Handwerk gelegt werden konnte, ist eine gute Nachricht für alle friedliebenden und freiheitlich denkenden Menschen in der Welt." US-Präsident Barack Obama hatte am Sonntagabend bekanntgegeben, dass Osama bin Laden von einem US-Spezialkommando in Pakistan getötet worden sei.

Nur am Rande sei angemerkt: Guido Westerwelle ist Rechtsanwalt, zugelassen bei der Rechtsanwaltskammer Köln, zu finden hier. Er kennt somit Recht & Ordnung. Eigentlich. Zu schön, dass mit zweierlei Maß gemessen wird. Die Zulassung als Rechtsanwalt bekommt man übrigens nur, wenn man das 1. und 2. Examen abgelegt hat UND sich vereidigen lässt. Dazu hat man einen Text aufzusagen:

Ich gelobe, die verfassungsmäßige Ordnung zu wahren und die Pflichten eines Rechtsanwalts gewissenhaft zu erfüllen.

2. Barack Obama (aus dem Youtube-Kanal des Weißen Hauses)

Nur am Rande sei angemerkt: Barack Obama ist Rechtsanwalt, zugelassen im Staate Illinois, einsehbar hier. Auch in seinem Studium müsste die Verfassung vorgekommen sein…

Politiker sind häufig Rechtsanwälte. Bzw. anders herum. Es werden weitere folgen.

Persönlich halte ich diese “Entfernungsaktion” durchaus für pragmatisch. Der Leichnam von Osama Bin Laden ist bereits auf hoher See bestattet worden. Wie man im Kölner Raum so schön sagt:

Wat fott es, es fott.

Ein rechtsstaatliches Verfahren, und dazu braucht man kein großes Vorstellungsvermögen, hätte mit Sicherheit zu enormen Problemen geführt. Man erinnere sich z.B. an das Verfahren gegen Saddam Hussein.

Allerdings zeigt es, dass es mit unserer Rechtsstaatlichkeit noch nicht so weit ist, wie wir es wohl gerne hätten.

Sicheres Passwort

Dampfmaschine & Cloudcomputing

Glaubt man der Werbung, ist heute alles Cloud. Ein totaler Hype um einen Begriff, den keiner vorher kannte, entstand und wird gelebt.

Aber wat is eijentlisch Cloudcomputing? Da stelle ma uns mal janz dumm… (bitte Video ansehen)

Dat andere Loch kriejen wir nit später, dat kriejen wir jetzt. Im Internet geht der Dampf nicht vorne rein und hinten raus, sondern hin und zurück. Dampf ist  Datenverkehr zwischen zwei Computern.

Weiterlesen ‚Dampfmaschine & Cloudcomputing‘

Es gibt keine Atomkraft-Experten

Die Berichterstattung ist ermüdend. Ach so viele “Experten” dilettieren derzeit in Fukushima rum, und liefern keinerlei verwertbaren Ergebnisse.

Die Medien gehen dazu noch unverantwortlich mit der Sprache um und bezeichnen die verantwortlichen Leute als “Atomkraft-Experten”.

Nach meiner Definition ist ein Experte eine Person, der auf einem gewissen Gebiet ein enormes Wissen angehäuft hat, und mit diesem Wissen auch für unbekannte Probleme seines Fachgebietes zeitnah vertretbare Lösungen finden kann.

Die Kernschmelze ist als Super-GAU seit Anbeginn der Atomkraft-Ära ein bekannter Fall, und seither gibt es keine Prozedur dafür.

Wenn es schief geht sagen alle leise “fuck” und handeln wie Kleinkinder im Sandkasten. Kippen wir doch Wasser und Sand drauf. Oder wie in Tschernobyl: Blei und Beton. Experten…

Zitieren wir zur Untermauerung meiner Theorie Wikipedia:

Glaser (1996) unterscheidet drei Stadien auf dem Weg vom Laien zum Experten:

  1. Unterstützung von Außen (external support): Eltern, Lehrer, Trainer usw. stellen Lernumgebung, didaktische Methoden und Inhalte.
  2. Übergangsphase (transitional stage): Äußere Hilfe wird immer seltener benötigt; die Kriterien für Expertentum werden entdeckt.
  3. Selbstständig organisiertes Lernen (self-regulatory stage): Der angehende Experte ist auf keine äußere Hilfe mehr angewiesen.

Ebenfalls drei Stufen unterscheiden Schumacher und Czerwinski (1992):

  1. "Vortheoretische Stufe": Beim ersten Kontakt mit einem neuen Stoffgebiet versucht man, anhand eigener oberflächlicher Arbeitsmethodik und der vordergründigen Eigenschaften des Themas im Gedächtnis Vergleichbares zu finden, um die neuen Informationen sinnvoll einordnen zu können.
  2. "Empirische Stufe": Bei der Auseinandersetzung mit dem neuen Stoff wird versucht, durch Analogiebildung, Induktion, Abstraktion usw. ein erstes Verständnis für (tiefere) strukturelle Eigenschaften und Kausalzusammenhänge zu gewinnen.
  3. "Expertenstufe": Abstraktionen über mehrere Fachgebiete und Fachgebiete hinweg werden möglich erschlossen und erlauben dadurch den Lerntransfer des neuen Wissens.

Neues Wissen? Kernschmelze ist seit Jahrzehnten ein Begriff – neues Wissen gibt es hier nicht. “Atomkraft-Experte”?

Passender wäre “Atomkraft-Rumflickler”. Mögen uns die nachfolgenden Generationen unsere ausgesprochene Dummheit verzeihen.